
Lovely Day
24 Stunden im Leben eines Bräutigams: Mit Witz, Wärme und großer menschlicher Großzügigkeit entwirft Philippe Falardeau das Psychogramm einer Überforderung. Der temporeiche und virtuos konstruierte Film basiert auf dem autobiografischen Roman des Montréaler Schriftstellers Alain Farah
. Es soll der schönste Tag in seinem Leben werden, doch Alain ist komplett durch den Wind. Seine ganze, weitläufige Verwandtschaft hat sich zur Hochzeit im St.-Josephs-Oratorium in Montréal angekündigt: vor allem seine Eltern – libanesische Emigrant*innen, die vor 30 Jahren von Ägypten nach Québec ausgewandert sind, sich vor 20 Jahren scheiden ließen und seit zehn Jahren kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Je näher die Zeremonie rückt, desto schlechter fühlt sich der junge Mann. Er kann nicht schlafen und hat Magenkrämpfe, und als sich seine Angstzustände zurückmelden, greift er seit langem wieder in die Medikamentenbox. Cousin Édouard, Alains Trauzeuge, der für ihn wie ein Bruder ist, ist auch keine Hilfe. Im Gegenteil. Eigentlich wollte er das Brautpaar in einem Mustang-Cabrio fahren, doch seine Gedanken kreisen um etwas anderes. Und als plötzlich ein mysteriöser Freund aus der Vergangenheit auftaucht und alte Wunden aufreißt, gerät selbst Alains Minimalziel in Gefahr: diesen Tag irgendwie zu überleben.


